Der Einsatz von Chips auf Druckerpatronen

Wenn Sie sich eine Druckerpatrone anschauen, fällt Ihnen auf, dass sich darauf ein Chip befindet. Das gilt sowohl für Tintenpatronen wie auch für Laserkartuschen und für alle Hersteller. Mittlerweile gibt es hier (fast) keine Ausnahmen mehr, Patronen ohne Chiptechnologie sind eine Seltenheit. Das wirft die Frage auf, wofür die Chips gut sind, bzw. welche Aufgaben sie übernehmen.

Aufgabe der Chips im Drucker

Die Chips sind hauptsächlich dazu da, den Einsatz nachgefüllter Patronen zu erschweren oder gar zu verhindern. Diese Aufgabe nehmen sie war, indem sie den Füllstand der Patronen überwachen und anzeigen. Das mag zunächst etwas seltsam klingen und verwirren, ist aber in der Tat so. Mit jeder Seite, die Sie drucken, berechnen die Chips den Füllstand der Patronen neu. Eine optische Messung z.B. durch ein Lichtsignal findet heute normalerweise nicht mehr statt. So sinkt dann mit jeder gedruckten Seite der berechnete Füllstand und auch der angezeigte bis die Patrone leer ist.

Füllstandanzeige „leer“

An dieser Stelle entfalten die Chips dann ihre ganz spezielle Wirkung. Wenn sie einmal den Füllstand als leer anzeigen, kann man das nicht mehr ändern. Wenn Sie die Patrone  befüllen, bleibt die Anzeige trotzdem bei leer. Und das sorgt dann für die Fehlermeldungen, die nachgefüllte Patronen bei Ihnen im Drucker erzeugen, wie: „ Gebrauchte oder gefälschte Patrone erkannt“.

Austauschchips

Eine Möglichkeit, dass wiederbefüllte Patronen den Füllstand korrekt anzeigen, ist, den Chip auszutauschen. Wir machen das, wenn ein geeigneter Chip verfügbar ist. Nach dem Austausch wird die befüllte Patrone korrekt als voll angezeigt. Was wir jedoch nicht verhindern können sind Warnmeldungen wie z.B. „Sie verwenden keine Originalpatronen“. Hier haben einige Druckerhersteller vor Gerichten geklagt, dass Austauschchips solche Meldungen erzeugen müssen.

Softwareupdates

Ein weiteres Problem ist, dass Ihr Drucker abhängig von den Sicherheitseinstellungen für Ihren Internetzugang selbständig neue Software runterlädt, sobald Ihr PC im Internet ist. Hiervon bekommen Sie erstmal gar nichts mit. Die aktualisierte Software hat eine primäre Aufgabe, zu verhindern, dass Sie nachgefüllte Patronen einsetzen. Austauschchips, die bislang wie oben beschrieben funktionierten, funktionieren mit der neuen Software entweder nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr.

Hiergegen kann man sich allerdings wehren. Man muss den Drucker manuell also Schritt für Schritt installieren und nicht automatisch. Dann kann man Softwareupdates untersagen. Bei der automatischen Installation werden diese zugelassen. Ist der Drucker einmal automatisch installiert und Sie möchten das ändern, hilft nur die De-Installation und die „Schritt für Schritt“ – Neuinstallation von CD, die beim Drucker im Lieferumfang enthalten war.

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